Einnahmen Ausgaben Journal

Das Kernelement der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und auch der der EA-Tabelle ist die Eingabe von Einnahmen (im Blatt E) und die Eingabe von Ausgaben (im Blatt A, WEB, AV und FB).

Aktualisiert am: 5.5.2019

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 Für Einnahmen und Ausgaben relevante Informationen

Erklärungen für Spalten in der EA-Tabelle (herunterladen), die sowohl für Einnahmen (Blatt E) als auch für Ausgaben (Blatt A) relevant sind

Belegnummer

PFLICHTFELD

Die Belegnummer ist eine chronologisch aufsteigende laufende Nummer um a.) Einnahmen- oder Ausgaben-Zeilen mit dem b.) dazugehörigen Beleg (z. B. Rechnung) und der c.) Buchungszeile am Kontoauszug zu verknüpfen.

» Details zur Belegnummer/Belegkreise aufklappen

  • Die goldene Regel der Belege: Keine Buchung ohne Beleg! Sie müssen jede Zeile in Ihrer Buchhaltung dem Finanzamt“erklären“ können
  • Sortieren Sie Ihre Belege chronologisch aufsteigend. Das ist üblicherweise so wie die Buchungszeilen am Kontoauszug aufscheinen oder als Zahlung eingegangen sind. (siehe Spalte TAG)
  • Überspringen Sie keine Nummer
  • Damit Sie den Beleg später wieder schnell finden, sollten Sie die Belegnummer auch am Beleg selbst vermerken. Auf einem Papierbeleg notieren bzw. bei einem PDF-Beleg z. B. im Dateinamen.

Wenn also das Finanzamt sagt:
Wo ist der Beleg für die Belegnummer XY?
Dann sollten Sie genau wissen in welchem Ordner (physisch oder digital) der Beleg zu finden ist.

Übrigens: Die Belegnummer ist nicht mit der Rechnungsnummer zu verwechseln, denn oft werden Rechnungen nicht in der Reihenfolge, in der sie ausgestellt wurden, bezahlt.

Belegkreise

Sie können ein Präfix vor die Belegnummer schreiben, um Belege zu gruppieren. Z. B. Alle Ausgaben-Belegen beginnen mit „A“: A1, A2, A3, …

z. B.: A-01-1
A = Ausgaben-Journal
01 = Monat Jänner
1, 2, 3, usw. = Lfd. Nummer

Falls Sie z. B. zusätzlich betriebliche Ausgaben mit verschiedenen Zahlarten bezahlen, empfiehlt sich auch die Zahlart in die Belegnummer zu integrieren.

z. B. A-01-PP-1
01 = Monat Jänner
PP = PayPal: Die Buchungszeile ist am Paypal Kontoauszug zu finden
1, 2, 3, usw. = Lfd. Nummer

» Weniger Details

Projekt

Damit ordnen Sie eine Einnahme oder Ausgabe einem im Blatt Einstellungen definierten Projekt zu.

Die Eingabe ist optional und wenn Sie die Zelle leer lassen, wird der Betrag automatisch dem Projekt ALLGEMEIN zugeordnet.

BETR-EINNAHME/AUSGABE

AUTOMATISCHE BERECHNUNG

Steht für betriebliche Einnahme oder Ausgabe und ist der Betrag der für die Berechnung der Einkommensteuer (Blatt E1A), im Blatt Gewinn, Projekte, A-ART und E-ART verwendet wird. Das ist der Netto-Betrag unter Berücksichtigung des betrieblichen Anteils.

» Details aufklappen


BETR-EINNAHME|AUSGABE = NETTO (BRUTTO – UMSATZSTEUER|VORSTEUER) * BETR-ANTEIL%

Tipp: Die EA-Tabelle VST arbeitet mit den Netto-Beträgen und verwendet somit das Umsatzsteuer-Netto-System

» Weniger Details

Monat und Tag

PFLICHTFELD

In der EA-Rechnung gilt grundsätzlich das Datum, an dem die Ausgabe bezahlt wurde bzw. das Datum, an dem Einnahme erhalten wurde. Das wird auch als „Zufluss-/Abflussprinzip“ bezeichnet.

» Details aufklappen

Wählen Sie also den Monat bzw. Tag, in dem Sie eine Leistung oder Ware bezahlt haben, also am Kontoauszug aufscheint.

Ausnahme Anlagengüter (AG): Bei Anlagegütern gilt nicht das Datum der Bezahlung, sondern das Datum der Inbetriebnahme oder Herstellung. siehe Tabellenblatt AfA

» Weniger Details

Einnahmen/Ausgaben-Art

PFLICHTFELD

Mit Ausnahme des Fahrtenbuches muss in der EA-Tabelle jede betriebliche Ausgabe einer Ausgaben-Art bzw. jede betriebliche Einnahme einer Einnahmen-Art zugeordnet werden.

» Details aufklappen

Die EA-Arten sind notwendig für die Berechnung der Kennzahlen im Blatt E1A und zur Ermittlung des betrieblichen Anteils (siehe Spalte BTR-ANTEIL %) die direkt aus dem Blatt Einstellungen bezogen werden.

EA-Arten sind ein mächtiges Werkzeug um Einnahmen/Ausgaben die mehrfach vorkommen zu gruppieren und diese im Blatt E-ART und A-ART nach ihrer Wirtschaftlichkeit auszuwerten.

» Weniger Details

Kommentar

Eine genaue Beschreibung jeder Buchungszeile ist zwar nicht zwingend notwendig, könnten Ihnen aber dabei helfen Einnahmen und Ausgaben später schneller zu identifizieren. 

Tipp: Nutzen Sie diese Spalte unbedingt für Korrekturbuchungen, damit Sie diese Zeilen später selbst nachvollziehen können.

Brutto €

PFLICHTFELD

Geben Sie den brutto Eurobetrag, also den Betrag inklusive der Steuer, ein. Das ist üblicherweise der Betrag, der am Kontoauszug aufscheint.

» Details aufklappen

Dieser Wert ist die Grundlage für die Berechnung der BETR-AUSGABE € und wird im Blatt ZA bzw. UST direkt verwendet. Der Wert darf also nicht leer bleiben.

Tipp: Als Gedächtnisstütze für Brutto und Netto merken Sie sich einfach, dass Netto mit N wie niedriger beginnt. Brutto ist also der größere und Netto der kleinere Betrag.

» Weniger Details

ZAHLART

Mit welchem Zahlungsmittel haben Sie die Ausgabe bezahlt bzw. die Einnahme erhalten?
Wählen Sie eine der Zahlarten die Sie im Blatt Einstellungen definiert haben.

» Warum eine Zahlart angeben? (aufklappen)

  1. Sie sehen auf einem Blick auf welchem Kontoauszug Sie die Ausgaben bzw. Einnahmen finden
  2. Sie können die Brutto-Beträge im Blatt Zahlarten auswerten. Durch die Prüfsummen können Sie damit sicherstellen, dass keine Buchungszeile übersehen wurden.

Falls Sie die Zelle leer lassen wird der Betrag automatisch im Blatt ZA unter OHNE TRANSAKTION eingeordnet

» Weniger Details

BETR-ANTEIL %

AUTOMATISCHE BERECHNUNG

Der betriebliche Anteil wird basierend auf der Einnahmen- bzw. Ausgaben-Art aus dem Blatt Einstellungen bezogen.
Eine leere Zelle steht für 100 % – eine vollständig betriebliche Einnahme bzw. Ausgabe ohne Privatanteil.

» Details VST-Version aufklappen

Der betriebliche Anteil bestimmt wie viel % des BRUTTO €-Betrags in Form von der BTR-AUSGABE € bzw. BETR-EINNAHME € in die Einkommensteuerberechnung mit einfließt.

NUR IN DER VST-VERSION

Speziell bei Ausgaben beeinflusst der betriebliche Anteil außerdem wie viel Umsatzsteuer für die private Nutzung in Form von Eigenverbrauchssteuer (siehe EGNVBR-ST) zu bezahlen ist

» Weniger Details

Nur für Einnahmen relevante Informationen

Erklärungen für Spalten, die nur für Einnahmen relevant sind.

UID

Die Umsatzsteuer-ID (UID) vom Rechnungsempfänger ist nur für innergemeinschaftliche Lieferungen und Reverse Charge Leistung relevant. Diese Nummer ist für die Zusammenfassende Meldung, die das FA verlangt, notwendig.

Die Zusammenfassende Meldung ist derzeit noch nicht in der EA-Tabelle implementiert.

Umsatzsteuer €

NUR IN VERSION VST
AUTOMATISCHE BERECHNUNG

Der Umsatzsteuerbetrag der für eine betriebliche Einnahme ans FA zu bezahlen ist. Der Betrag dient für Sie als Kontrollsumme.

Der Betrag wird anhand vom BRUTTO € Betrag und der UMSATZSTEUER-ART berechnet. Der Betrag wird nur für die Steuersätze 20% UST, 10% UST, 13% UST und 19% DE UST angezeigt, ansonsten bleibt die Zelle leer. Das Blatt UST greift direkt auf diese Beträge für Berechnungen zu.

Umsatzsteuer-Art

IN DER KU- UND VST-VERSION

Keine Angabe (leere Zelle)

Wird als nicht steuerbare Einnahme verstanden (ehemals 0% UST). Die EA-Tabelle berücksichtigt den Betrag nicht im Blatt UST.

Deshalb werden Kleinunternehmer für die meisten Einnahmen die Spalte „Umsatzsteuer-Art“ leer lassen.

Reverse Charge

Bedeutet, die Umsatzsteuerschuld geht auf den Rechnungsempfänger über.

» Beispiel und Details für Kleinunternehmer aufklappen

Reverse Charge Beispiel

Sie erbringen eine Dienstleistung an einen anderen Unternehmer in der EU. Unter Verwendung der UID-Nummern und mit einem Hinweis auf die Umsatzsteuerschuld stellen Sie eine Rechnung ohne USt aus. Der Empfänger muss selbst dafür sorgen, dass die Rechnung im Land seines Firmensitzes richtig versteuert wird.

Zudem müssen Sie über Finanzonline eine Zusammenfassende Meldung erstellen.

Reverse Charge Beispiel Kleinunternehmer

Ein Kleinunternehmer erbringt eine Werbedienstleistung an einen deutschen Unternehmer. Der Ort der Dienstleistung, nach dem sich die Versteuerung des Umsatzes richtet, liegt in Deutschland. Die Diensleistung ist in Österreich weder steuerbar noch steuerpflichtig. Sofern der Kleinunternehmer in Deutschland keinen (Wohn-)Sitz noch eine Betriebsstätte hat, geht die Steuerschuld auf den deutschen Leistungsempfänger über. Es ist daher eine entsprechende Netto-Rechnung mit UID-Nummer auszustellen und der Leistungsempfänger hat sodann die deutsche Umsatzsteuer zu berechnen und in seiner (deutschen) Umsatzsteuervoranmeldung auszuweisen. Der Kleinunternehmer hat den Umsatz dem zuständigen österreichischen Finanzamt in einer ZM zu melden.

Quelle: WKO

Die EA-Tabelle erfasst die Beträge im Blatt UST unter der Kennzahl 000 und zieht diese durch die Kennzahl 021 wieder ab – es entsteht keine Umsatzsteuerschuld.

» Weniger Details

NUR IN DER VST-VERSION

20% UST
13% UST
10% UST

20 %, 13 % oder 10 % Umsatzsteuer. Abhängig vom Bruttobetrag (siehe Spalte BRUTTO €) wird der entsprechende UST-Betrag in der Spalte UMSATZSTEUER € angezeigt.

» Mehr Details

Im Blatt UST durch die Kennzahlen 022, 029 und 006 werden dem FA die Beträge deklariert und eine entsprechende USt-Schuld, die ans FA zu zahlen ist, wird unter ANS FINANZAMT ZU ZAHLEN berechnet.

» Weniger Details

IG-Lieferung

Innergemeinschaftliche (innerhalb der EU) Lieferungen.

» Beispiel und Details für KU aufklappen

Beispiel: Sie verkaufen eine Warenlieferung an einen anderen EU-Unternehmer. Unter Verwendung der UID-Nummern und mit einem Hinweis auf die Umsatzsteuerschuld, stellen Sie eine Rechnung ohne USt aus. Der Empfänger muss selbst dafür sorgen, dass die Rechnung im Land seines Firmensitzes richtig versteuert wird.

Zudem muss der Lieferant eine sog. Zusammenfassende Meldung beim FA abgeben.

Kleinunternehmer, die von der Umsatzsteuer befreit sind und die keine Option auf Regelbesteuerung abgegeben haben, können keine innergemeinschaftlichen Lieferungen ausführen! Diese Lieferungen in andere Mitgliedstaaten werden wie Inlandslieferungen behandelt.

Quelle: WKO

Die EA-Tabelle erfasst die Beträge im Blatt UST unter der Kennzahl 000 und zieht diese durch die Kennzahl 017 wieder ab – es entsteht keine Umsatzsteuerschuld.

» Weniger Details

Ausfuhrlieferung 0%

Steuerfreie Warenlieferungen an Unternehmer oder Privatpersonen in Nicht-EU-Länder.

» Beispiel und Details aufklappen

Beispiel: Sie verkaufen Waren an einen Nicht-EU-Kunden. Die Lieferung ist umsatzsteuerfrei.

Belege und Ausfuhrbestätigung sind zu beachten.

Die EA-Tabelle erfasst die Beträge im Blatt UST unter der Kennzahl 000 und zieht diese durch die Kennzahl 011 wieder ab – es entsteht keine Umsatzsteuerschuld.

» Weniger Details

19% DE UST

Deutsche Mehrwertsteuer für eine Mini-One-Stop-Shop (MOSS) Lösung.

» Beispiel aufklappen

Beispiel MOSS Lösung: Sie verkaufen an deutsche Privatkunden elektronische Produkte und Sie führen die deutsche MwSt. über die EU-Lösung nach Deutschland ab.

Die EA-Tabelle berechnet im Blatt UST (ganz unten) die Bemessungsgrundlage.

» Weniger Details

Bauleistungen

Bauleistungen im Sinne des § 19 Abs. 1a bei dem die Steuer nicht vom leistenden Unternehmer, sondern vom Leistungsempfänger geschuldet wird.

» Mehr Details

Die EA-Tabelle erfasst die Beträge im Blatt UST unter der Kennzahl 000 und zieht diese durch die Kennzahl 021 wieder ab – es entsteht keine Umsatzsteuerschuld. 

» Weniger Details

USt-Befreit 020

Alle übrigen steuerbefreiten Umsätze (ohne Vorsteuerabzugsberechtigung).

» Beispiel und Details aufklappen

Beispiel: Ärztin könnte einerseits optionale Leistungen anbieten die umsatzsteuerpflichtig sind und anderseits Leistung die steuerfrei sind.

Die EA-Tabelle erfasst diese steuerfreien Beträge im Blatt UST unter der Kennzahl 000 und zieht diese durch die Kennzahl 020 (deshalb auch das 020) wieder ab – es entsteht keine Umsatzsteuerschuld.

» Weniger Details

Nur für Ausgaben relevante Informationen

Erklärungen für Spalten, die nur für Ausgaben relevant sind.

Vorsteuer-Art

IN DER KU- UND VST-VERSION

Keine Angabe (leere Zelle) = 0 %

Wird als nicht steuerbare Ausgabe verstanden (ehemals 0% VST). Das bedeutet die EA-Tabelle berücksichtigt den Betrag nicht für Berechnungen der Umsatzsteuer (im Blatt UST).

Deshalb werden Kleinunternehmer für die meisten Ausgaben die Spalte „Vorsteuer-Art“ leer lassen.

Reverse Charge 20%
Reverse Charge 13%
Reverse Charge 10%

Reverse Charge (der englische Begriff innerhalb der EU) steht für Leistungen, bei denen die Steuerschuld (VAT) auf den Leistungsempfänger übergeht.

Je nachdem wie die dieselbe Leistung von inländischen Leistungserbringer zu versteuern wäre, ist 10%, 13% oder (üblicherweise) 20% auszuwählen.

» Die vier Anwendungsfälle dieser Steuer-Art (aufklappen)

Die 4 Anwendungsfälle der Reverse Charge Vorsteuer-Art

Das sind alle betrieblichen Ausgaben für Leistungen die im Formular U30/U1 unter der Kennzahl 057 zu deklarieren sind. 

  1. Sonstige Leistungen und Werklieferungen (z.B. Errichtung eines Gebäudes) die Ihnen ein ausländischer Unternehmer/eine ausländische Unternehmerin erbringt (§ 19 Abs. 1 zweiter Satz)
  2. bestimmte Strom- und Gaslieferungen durch ausländische UnternehmerInnen (§ 19 Abs. 1c)
  3. Umsätze aus der Übertragung von Treibhausgasemissionszertifikaten (§ 19 Abs. 1e lit. a) sowie Umsätze aus der Lieferung von bestimmten Mobilfunkgeräten und integrierten Schaltkreisen, wenn das in der Rechnung ausgewiesene Entgelt mindestens 5.000 Euro beträgt (§ 19 Abs. 1e lit. b)
  4. Lieferungen an den inländischen Empfänger/die inländische Empfängerin im Rahmen eines Dreiecksgeschäftes (Art. 25 Abs. 5)

Quelle: Formular U1a 2018 S.3 Zahl 19

Fall 1 kommt mit Sicherheit am häufigsten vor: Sie als Unternehmer beziehen eine Dienstleistung von einem ausländischen Unternehmen.

Im Internetzeitalter kommt das sehr häufig vor: Logo von einem Designer aus Indien, Werbeanzeigen von einer Firma in Deutschland, usw.

Die Umsatzsteuerschuld geht in diesen Fällen auf Sie als Rechnungsempfänger über.

Bei der Rechnungslegung ist u. a. die UID-Nummer und ein Hinweis auf die Steuerschuld Voraussetzung. 

» Weniger Details


» Kleinunternehmer und Reverse Charge/UID-Nummer Details (aufklappen)

Reverse Charge als Kleinunternehmer

Von der Reverse Charge Regelung sind auch Kleinunternehmer nicht ausgenommen.

Ein deutsches Beratungsunternehmen, das über keine inländische Betriebsstätte verfügt, erstellt für einen Kleinunternehmer einen Businessplan. Das dafür verrechnete Honorar unterliegt der österreichischen Umsatzsteuer. Das deutsche Beratungsunternehmen weist keine Umsatzsteuer auf der Rechnung aus. Der Kleinunternehmer hat die Umsatzsteuer in der Umsatzsteuervoranmeldung zu erklären und an das zuständige österreichische Finanzamt abzuführen. Ein Vorsteuerabzug steht nicht zu.

Quelle: WKO 01.2019

Ausgaben dieser Art müssten in der EA-Tabelle mit „Reverse Charge 20%“ erfasst werden.

» Weniger Details


» Kleinunternehmer und die UID-Nummer (aufklappen)

Kleinunternehmer und die UID-Nummer

Als Kleinunternehmer brauchen Sie im Fall von Reverse Charge eine eigene UID-Nummer um eine korrekte Rechnung ohne USt. erhalten zu können. Haben Sie keine UID-Nummer müsste die Rechnung ausländische USt. enthalten und zudem müssten Sie noch die österreichische USt. bezahlen!

Kann ein Kleinunternehmer eine UID-Nummer beantragen, ohne auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten?

Ja, es besteht die Möglichkeit, ohne Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung eine UID-Nummer beim örtlich zuständigen Finanzamt zu beantragen. Dazu ist ein entsprechender Antrag (Formular U 15) zu stellen, wobei anzugeben ist, dass ausschließlich Umsätze durchgeführt werden, die zum Ausschluss vom Vorsteuerabzug führen. Auch der Grund, warum eine UID-Nummer benötigt wird, ist hierbei anzugeben; ein solcher Grund kann insbesondere das Überschreiten der Erwerbsschwelle (siehe unten) oder der Verzicht auf diese sein.

Quelle: WKO 01.2019

» Weniger Details

Die EA-Tabelle deklariert die Reverse Charge Umsatzsteuer im Blatt UST durch die Kennzahl 057.

» Reverse Charge in der EA-Tabelle VST (aufklappen)

Die EA-Tabelle VST nimmt an (!), dass Sie vorsteuerabzugsberechtigt sind und zieht die entstandene Umsatzsteuer automatisch als Vorsteuer über die Kennzahl 066 wieder ab.

» Weniger Details


» Reverse Charge in der EA-Tabelle KU (aufklappen)

Die EA-Tabelle KU macht die aus Reverse Charge entstandene Umsatzsteuer geltend und ist unter ANS FINANZAMT ZU ZAHLEN enthalten.

Kleinunternehmer müssen die Umsatzsteuer quartalsmäßig (siehe WKO Steuerzahlungstermine > Umsatzsteuer) dem Finanzamt überweisen. Eine Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) ist ohne Aufforderung vom Finanzamt nicht notwendig (Quelle BMF SelbstständigenBuch Juli 2017 S. 58). Am Jahresende ist allerdings eine Umsatzsteuerjahreserklärung U1 zu erstellen.

» Weniger Details

IG-Erwerb 20%
IG-Erwerb 13%
IG-Erwerb 10%

Innergemeinschaftlicher Erwerb steht für Warenlieferung die Sie steuerfrei von einem anderen EU-Unternehmer erhalten haben. Voraussetzung war eine korrekte Rechnungslegung mit Hinweis und Ihrer UID-Nummer. Die Umsatzsteuerschuld ist dabei auf Sie übergegangen.

» Wann ist der IG-Erwerb für Kleinunternehmer relevant?

Kleinunternehmer und der IG-Erwerb

Kleinunternehmer gelten im Normalfall als „Schwellenerwerber“. Schwellenerwerber dürfen in Österreich in einem Kalenderjahr € 11.000,- (Schwelle im Jahr 2019) aus dem EU-Drittland mit der ausländischen USt erwerben (z.B. Waren aus Deutschland mit 19% USt kaufen) .

Übersteigen die Erwerbe aus dem EU-Ausland diese Schwelle, muss zusätzlich zur ausländischen USt, auch noch die österreichische Steuer in Form von Erwerbssteuer dem FA abgeführt werden.

Alternativ kann ein Kleinunternehmer schriftliche auf die Erwerbsschwelle verzichten und eine UID-Nummer beantragen. Dann kann der Kleinunternehmer ohne ausländische USt aus dem EU-Ausland einkaufen und der Erwerb wird nur einmalig in Österreich versteuert.

Quelle und mehr Details: WKO 01.2019

In der EA-Tabelle KU: Bei Erwerben, die über die Jahreschwelle hinausgehen oder wenn Sie überhaupt auf Erwerbsschwelle verzichtet haben wählen Sie bei aus Ausgaben dieser Art die Vorsteuer-Art IG-Erwerb 20%, IG-Erwerb 13% oder IG-Erwerb 10% aus. Je nachdem wie die hoch die UST bei einem ähnlichen Einkauf in Österreich ausgefallen wäre.

» Weniger Details

Die EA-Tabelle deklarierte diese Beträge über die Kennzahlen 070072, 073 und 008. Die EA-Tabelle VST nimmt an (!), dass Sie vorsteuerabzugsberechtigt sind und zieht die resultierende USt durch die Kennzahl 065 als Vorsteuer wieder ab.

NUR IN DER VST-VERSION

20% VST
13% VST
10% VST

Steht für 20 %, 13 % oder 10 % Vorsteuer. Abhängig vom Bruttobetrag (siehe Spalte BRUTTO €) wird der entsprechende VST-Betrag in der Spalte VORSTEUER € angezeigt.

» Mehr Details

Im Blatt UST unter der Kennzahl 060 wir die Vorsteuer dem FA deklariert.

Dadurch könnte der an ANS FINANZAMT ZU ZAHLEN Betrag sogar negativ ausfallen, das heißt Sie haben beim FA ein Guthaben.

» Weniger Details

Einfuhr-USt

Die Einfuhrumsatzsteuer fällt beim Import von Waren aus dem Nicht-EU-Ausland an und wird an die Zollbehörden entrichtet.

» Mehr Details

Falls eine Berechtigung zum Vorsteuerabzug besteht, kann der an die Zollbehörde bezahlte USt-Betrag (nicht die BMG) als Ausgabe im Blatt A der EA-Tabelle deklarierte werden. Diese Ausgabe wird nicht in die Gewinnermittlung miteinbezogen, sondern wird nur im Blatt UST unter der Kennzahl 061 als Vorsteuer geltend gemacht.

Tipp: Behalten Sie alle Zoll-, Rechnungs- und Importbelege im Original auf.

» Weniger Details

Bauleistungen 20%

Ähnlich zum Reverse Charge geht bei bestimmten Bauleistungen die Steuerschuld auf den Empfänger über.

Die Umsatzsteuer-Beträge werde im Blatt UST durch die Kennzahl 048 deklariert. Die EA-Tabelle nimmt außerdem an (!), dass Sie vorsteuerabzugsberechtigt sind und zieht die entstandene Umsatzsteuer automatisch als Vorsteuer über die Kennzahl 082 wieder ab.

EGNVBR-ST

NUR IN DER VST-VERSION
AUTOMATISCHE BERECHNUNG

Um zu verhindern, dass Unternehmer umsatzsteuerfrei Gegenstände und Leistungen für private Zweck nützen, gibt es die Eigenverbrauchssteuer.

» Beispiel aufklappen

Beispiel: Sie arbeiten von zu Hause aus über das Internet. Die Kosten für den Internetanschluss sind eine berechtigte betriebliche Ausgabe mit Privatanteilen. Würde Sie in diesem Fall die volle Vorsteuer abziehen, hätten Sie im Vergleich zu einem Nicht-Unternehmer eine billigere, nämlich umsatzsteuerfreie Internetverbindung. Das wäre doch unfair!

Die Eigenverbrauchssteuer soll den Steuervorteil von Unternehmern bekämpfen und kommt daher nur bei Ausgaben mit Privatanteilen (= BTR-ANTEIL % kleiner 100 %) infrage.

Beispiel: Ein Internetanschluss wird zu 60 % private genützt (daher BTR-ANTEIL % = 40 %) und es wurden €10 als Vorsteuer geltend gemacht. Dem Finanzamt müssen €6 in Form von Eigenverbrauchsteuer wieder rückerstattet werden.

In der EA-Tabelle wird die BMG der Eigenverbrauchsteuer im Blatt UST durch die Kennzahl 001 deklariert und je nach UMSATZSTEUER-ART über die Kennzahlen 022, 029 und 006 als Umsatzsteuer geltend gemacht.

» Weniger Details

Vorsteuer €

NUR IN DER VST-VERSION
AUTOMATISCHE BERECHNUNG

Der Vorsteuerbetrag der für eine betriebliche Ausgabe beim FA geltend gemacht wird. Der Betrag dient für Sie als Kontrollsumme.

» Details aufklappen

Der Betrag wird basierend auf BRUTTO € und der VORSTEUER-ART berechnet und wird nur bei den Steuersätzen 20% VST, 10% VST, 13% VST angezeigt – ansonsten bleibt die Zelle leer. Das Blatt UST greift direkt auf diese Beträge für Berechnungen zu – was Sie sehen, wird also tatsächlich geltend gemacht.

Ist der BTR-ANTEIL % über 10 % (siehe unter 10% betr. Anteil) wird immer die volle Vorsteuer geltend gemacht. Privatanteile werden über die EGNVR-ST berücksichtigt.

» Weniger Details

Beispiele: Wie verbuche ich in der EA-Tabelle … 

… Geschäftsessen (Werbung)?

Sie finden diesen Fall übrigens in den Beispieldaten der EA-Tabelle.

» In der KU-Version (aufklappen)

  1. Erstellen Sie im Blatt Einstellungen eine Ausgaben-Art und nennen Sie diese beispielsweise Geschäftsessen 50 % Privatanteil und legen Sie unter BETR. ANTEIL % einen 50 % betrieblichen Anteil fest.
  2. Wählen Sie im Blatt A diese Ausgaben-Art aus.

» Weniger Details


» In der VST-Version (aufklappen)

Beispiel Geschäftsessen in der EA-Tabelle VST

  • Verwenden Sie nicht die betriebliche Anteil Funktion der EA-Tabelle. Die Ausgaben-Art z. B. Geschäftsessen ist daher 100 % betrieblich (BETR. ANTEILE % leer lassen).
  • Pro Steuersatz (10%, 20%) brauchen wir zwei Buchungszeilen
  1. Zuerst fassen Sie die Ausgaben nach Ihren Steuersätzen 10 % und 20 % MwSt. zusammen.
  2. Machen Sie in der ersten Zeile 100 % der Ausgabe und Vorsteuer geltend. (Damit wurde sowohl die Vorsteuer und als auch die betriebliche Ausgabe vollständig geltend gemacht.)
    Wir dürfen aber wie vom Gesetz aus, nur 50 % der Ausgabe geltend machen.
  3. Deshalb ziehen wir in einer weiteren Buchungszeile die Hälfte der betrieblichen Nettoausgabe  (=BETR-AUSGABE € / 2)  mit negativen Vorzeichen wieder ab.
    Die VORSTEUER-ART lassen wir dabei leer und damit bleibt die Vorsteuer unberührt.
  4. Die Buchungszeilen haben alle dieselbe Belegnummer.

» Weniger Details


» Wann steht bei einem Geschäftsessen der Vorsteuerabzug zu? (aufklappen)

Die Kosten für Geschäftsessen mit Kunden stellen unter der Voraussetzung, dass es sich um eine werbliche Maßnahme (z. B. Geschäftsanbahnung) handelt, einkommensteuerrechtlich zu
50% Betriebsausgaben dar.

Die damit zusammenhängende Vorsteuer ist jedoch zur Gänze abzugsfähig, wenn der Unternehmer den nahezu ausschließlichen Werbezweck der Bewirtung
durch entsprechende zeitnahe Aufzeichnungen nachweisen kann.

Die betreffende Restaurantrechnung muss die gesamte Konsumation im Detail enthalten:

2 kl. Mineral, 1 gr. Apfelsaft, 1/4 Veltliner, 1 Krügel Zwickl, 3 Leberknödelsuppen, 1 Wiener Schnitzel, 2 Schweinsbraten, 2 Melange, 1 kl. Kaffee.

Die bloße Bezeichnung „Speisen und Getränke“ auf der Rechnung würde keine Berechtigung zum Vorsteuerabzug vermitteln!

Quelle: BMF SelbstständigenBuch Juli 2017 , S. 55 Beispiel

» Weniger Details

… eine Ausgabe mit Privatanteile (Eigenbedarf)?

Sie legen im Blatt Einstellungen eine Ausgaben-Art an und legen BETR. ANTEILE % den jeweiligen betrieblichen Anteil (= Gegenteil vom Privatanteil/Eigenbedarf) fest. Die Ausgaben-Art wählen Sie dann (z. B. im Blatt A) für Ihre Ausgabe aus.

» Beispiel aufklappen

Beispiel: Handvertrag mit 60 % Privatanteilen

Beispiel Handyvertrag mit 60% Privatanteil Blatt Einstellungen

  1. Legen Sie im Blatt Einstellungen > Ausgaben-Arten eine neue Art Handyvertrag 60% Privat
  2. Schreiben Sie 40% oder 0.4 in der Spalte BETR. ANTEILE % (Zelle rechts daneben)
  3. Wählen Sie im Blatt A die AUSGABEN-ART Handyvertrag 60% Privat aus.

Beispiel Handyvertrag 60% im Blatt A

Die EA-Tabelle zieht nun automatischen den Privatanteil vom Brutto-Betrag ab. In der VST-Version wird für die 60% Privatanteile eine Eigenverbrauchssteuer berechnet.

» Weniger Details

… private Einnahmen und Ausgaben?

Um Ihre EA-Rechnung übersichtlicher zu gestalten, am besten gar nicht.

Falls Sie dennoch private Buchungszeilen aufzeichnen möchten, erstellen Sie im Blatt Einstellungen eine neue Ausgaben- oder Einnahmen-Art und definieren Sie BETR. ANTEILE % mit 0 %.

… bei einer Ausgabe nur die Vorsteuer? (Nur in VST-Version)

In zwei Buchungszeilen:

  1. Zeile: die volle VORSTEUER und BTR-AUSGABE geltend machen
  2. Zeile: die BTR-AUSGABE durch BRUTTO € Betrag mit negativen Vorzeichen und leerer VORSTEUER-ART wieder abziehen

Wann nützlich?
Z. B. bei Geschäftsessen: man darf 100 % der Vorsteuer aber nur 50 % der Ausgabe geltend machen.

» Details aufklappen

1. Buchungszeile

  • Machen Sie 100 % der betrieblichen Ausgabe und Vorsteuer geltend. Lassen Sie die Spalte ZAHLART leer.
  • In der Spalte VORSTEUER € sehen Sie, ob der welcher Vorsteuer-Betrag geltend gemacht wurde.
    In der Spalte BTR-AUSGABE € sehen Sie die betriebliche Ausgabe die geltend gemacht wurde.

2. Buchungszeile

  • Vergeben Sie dieselbe Belegnummer, denselben Monat, etc.
  • Vergeben Sie für BRUTTO € den negativen Wert (negatives Vorzeichen) der BTR-AUSGABE € von der vorherigen Zeile.
    Die Spalte BTR-AUSGABE € wird dadurch wieder abgezogen und die Summe ist 0.
  • Lassen Sie Spalte VORSTEUER-ART leer. Die Vorsteuer bleibt damit unberührt.

» Weniger Details

… eine betr. Ausgabe ohne Vorsteuer? (Nur in VST-Version)

Einfach die Spalte VORSTEUER-ART leer lassen

Wann nützlich?
Z. B. bei einer Rechnung aus einem Drittland die keine UST enthält.

… eine Ausgabe mit unter 10 % betrieblichen Anteil? (Nur in VST-Version)

Dient eine Ausgabe weniger als 10 % dem Betrieb, darf üblicherweise keine Vorsteuer gelten gemacht werden.

» Beispiel und Quelle aufklappen

Beispiel:

Ein Unternehmer verwendet einen PC zu 60% unternehmerisch und zu 40% privat. Er hat die Möglichkeit, den PC zur Gänze (100% Vorsteuerabzug, 40% Eigenverbrauch), zu 60% (60% Vorsteuerabzug, kein Eigenverbrauch), dem Unternehmensbereich oder zur Gänze dem nichtunternehmerischen Bereich (kein Vorsteuerabzug, kein Eigenverbrauch, kein Hilfsgeschäft) zuzuordnen.

Wird der PC nur zB zu 5% unternehmerisch genutzt, ist eine Zuordnung zum Unternehmensbereich und somit ein Vorsteuerabzug nicht zulässig.

Quelle: UStR 2000 § 12 UStG 1994

» Weniger Details

Falls das bei Ihnen der Fall können Sie einfach im Blatt Einstellung unter BETR. ANTEIL % den jeweiligen Prozentsatz festlegen. Die EA-Tabelle wird für jene Ausgaben-Arten automatisch (im Blatt A) keine Vorsteuer berechnen.

Ausnahmen DER Vorsteuerabzug 10% Grenze 

Z.B. bei Gebäuden die gemischt betrieblich und privat genützt werden.

» Beispiel und Quelle aufklappen

Beispiel: Ein Unternehmer errichtet im Jahr 2006 ein Einfamilienhaus mit Büroraum. Der Büroraum beträgt 7% der Nutzfläche des Gebäudes und wird ausschließlich zur Erzielung von steuerpflichtigen Umsätzen genutzt. Der Rest des Gebäudes dient privaten Wohnzwecken. Der Vorsteuerabzug für die privat genutzten Räume ist ausgeschlossen (zur Berechnung siehe Rz 1919b). Der Vorsteuerabzug für den Büroraum (7%) steht – trotz Nichterreichens der 10%-Grenze des § 12 Abs. 2 Z 1 UStG 1994 – zu.

Quelle: UStR 2000 § 12 UStG 1994

» Weniger Details

In diesem Fall verwenden Sie bitte nicht die betriebliche Anteil Funktion der EA-Tabelle, sondern geben Sie in der Spalte BRUTTO € (im Blatt A) direkt den Betrag ein, den Sie als betriebliche Ausgabe geltend machen dürfen. Dadurch wird auch die Vorsteuer geltend gemacht.

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