Jahreseinkommensteuererklärung für betriebliche Einkünfte mit Formular E 1a

Jeder Unternehmer ist verpflichtet eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung zu führen welche Basis für die Einkommensteuererklärung ist.

Der ermittelte Gewinn bestimmen die Höhe Ihrer Einkommenssteuer, Ihre zukünftigen Einkommensteuervorauszahlungen und die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge. 

Die Einkommensteuererklärung besteht min. aus dem vom Finanzamt vorgegebenen Formular E 1 und E 1a. Dabei müssen Sie die Summen Ihrer Ausgaben in bestimmte Gruppen unterteilen.

Mit Hilfe dieses Tabellenblattes der EA-Tabelle sehen Sie auf einen Blick alle notwendigen Beträge um das Formular E1a schnell auszufüllenzu können.



Formular E1A Tutorial Video

Tutorial-Video: Formular E 1a oder E 1a-K ausfüllen – 8:15

Kostenlose Kalkulationstabelle für Formular E 1a

Rechner zur Ermittlung der Ausgaben Kennzahlen der Einkommenssteuererklärung

(kostenlos in der EA-Tabelle enhalten)

Formular E 1a

Formular E 1a-K  

Seit 2015 für Kleinbetreibe (Umsatz unter €30.000/Jahr) vereinfachte Form des Formulars E 1a

USt-Nettosystem

Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer wenden üblicherweise das USt-Nettosystem an.

Das bedeutet dass der Nettobetrag aller Einnahmen und vorsteuerabzugsfähigen Ausgaben für Berechnungen verwendet wird.

Auch für das Anlagenverzeichnis gelten die Nettobeträge. 

USt-Bruttosystem (Kleinunternehmer)

Alle (nicht umsatzsteuerpflichtigen) Kleinunternehmer wenden das USt-Bruttosystem an. 

Da keine Vorsteuerabzug zusteht und keine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt wird, werden die Einnahmen und die Bruttoausgaben für die Berechnungen verwendet. 

Wesentliche Kennzahlen der Formulare E 1A und E 1A-K 

9040

Einnahmen
Erträge/Betriebseinnahmen (Waren-/Leistungserlöse)  

9100

Ausgaben Material: Waren, Rohstoffe, Hilfsstoffe

  • Einkauf von Waren
  • Rohstoffe
  • Fertig- und Einzelteile
  • Hilfsstoffe
  • Keine Büromaterialien
9110

Ausgaben Honorare für Helfer und Dienstleister („Fremdpersonal“)

Z. B. Leistungen von Freelancern zugekauft

Nicht einzutragen sind jene Ausgaben für Fremdpersonal, die als Herstellungskosten von Anlagegütern zu „aktivieren‟  (in das Anlageverzeichnis) sind.

9120Ausgaben Personalaufwand („eigenes Personal“)
Aufwendungen/Ausgaben für Löhne, Gehälter und Lohnnebenkosten  
9130

Ausgaben Abschreibungen und geringwertige Wirtschaftsgüter 

Abschreibungen auf das Anlagevermögen einschließlich vorzeitiger und beschleunigter Abschreibungen sowie sofort abgesetzte geringwertige Anlagegüter einzutragen.

Das sind Dinge die dem Unternehmer mehr als 1 Jahr zur Ausführung seiner Tätigkeit dienen: Einrichtung, Computer, Drucker, Fahrzeuge, Maschine, Büroeinrichtung, usw. 

9150(*)

Ausgaben Instandhaltungen für Gebäude
Aufwendungen/Ausgaben für Instandhaltung soweit diese Gebäude betreffen.

Instandhaltungen von anderen Wirtschaftsgütern sowie Aufwendungen für Reinigung durch Dritte, Entsorgung und Beleuchtung sind nicht hier einzutragen  

9160

Reise- und Fahrtspesen inkl. Kilometergeld und Diäten
Reise- und Fahrtaufwendungen/-ausgaben, Tages- und Nächtigungsgelder und Kilometergelder.   

Ausgaben Fahrten zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte (z. B. Zugtickets).

 

9170(*)Ausgaben Kfz-Kosten
Keine AfA (9130), kein Leasing (9180) und kein Kilometergeld (9160) 
Wenn nicht als Kilometergeld geltend gemacht, die tatsächlichen Instandhaltungsaufwendungen betreffend  Kfz,  Betriebsstoffe,  Reparatur-  und  Servicekosten, Versicherungsprämien, Steuern  
9180Ausgaben Miete und Pacht sowie Leasing
Keine Aufwendungen/Ausgaben für Beheizung, Beleuchtung, für die Reinigung gemieteter Räume sowie Betriebskosten
9190(*)Ausgaben Provisionen an Dritte und Lizenzgebühren
9200(*)Ausgaben Werbe- und  Repräsentationsaufwendungen, Spenden, Trinkgelder
Keine Spenden die in den Kennzahlen 9243 bis 9246 erfasst werden. Keine Geschenke an Geschäftsfreunde zu bestimmten Anlässen (Weihnachten, Neujahr, Geburtstag). Bewirtungsspesen können zur Hälfte abgezogen werden, wenn nachgewiesen wird, dass die Bewirtung von Geschäftsfreunden der Werbung dient und die betriebliche Veranlassung weitaus überwiegt.
9220Ausgaben Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsen  für  betriebliche Bankkredite, Darlehen, Hypothekarkredite, Zuzählungs- und Bereitstellungsprovisionen für einen Kredit bzw. Kreditrahmen, Überziehungsprovisionen, Frachtstundungsgebühren
9225Ausgaben SVA-Beträge, Eigene Pflichtversicherungsbeiträge, Beiträge zu Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen und Beiträge zur Selbständigenvorsorge
9246Ausgaben Betriebliche Spenden an freiwillige Feuerwehren und Landesfeuerwehrverbände
9230Alle übrigen Betriebsausgaben  
Alle Ausgaben für die keine andere Position gefunden wurde: Z.B Fachliteratur, Telefon, Porto, Internet
9221Grundfreibetrag
Der Gewinnfreibetrag (13% und höchstens 3.900 € pro Person/Jahr) wird Ihnen automatische zuerkannt. Sie müssen diese Feld nicht ausfüllen. 

(*) Diese Kennzahlen sind im Formular E1a-K für Kleinbetriebe nicht enthalten und so werden 9150, 9190 und 9200 in 9230 zusammengefasst und 9170 in 9160 zusammengefasst

Tipps zur Verwendung der EA-Tabelle

  • Achtung: Die korrekte Funktion des Tabellenblattes „Ausgaben“ (Ausgaben nach Art) ist erforderlich. Bitte daher dort keine Zeilen löschen.
  • Achtung: Ausgaben die im Tabellenblatt „A“ keine Ausgabenart zugeordnet bekommen haben werden aus der Berechnung der Werte (Wert [2]) ausgeschlossen
  • Im Tabellenblatt Einstellungen: Sie gruppieren Ihre Ausgaben in bis zu 100 Arten die für Ihr Unternehmen passen (Ausgaben-Arten [4] im Tabellenblatt Einstellungen) und ordnen anhand der Beschreibung [3] die Kennzahl zu (Ausgaben-Arten E1a Kennzahlen [5] im Tabellenblatt Einstellungen) in der das Finanzamt Ihre Ausgabenart einordnen würde. Sie können auch das Feld Ausgaben-Arten E1a Kennzahlen [5] frei lassen und die Ausgabenart wird automatisch der allgemeinen Kennzahl 9230 zugeordnet 

Kostenlose Kalkulationstabelle für Formular E 1a

Rechner zur Ermittlung der Ausgaben Kennzahlen der Einkommenssteuererklärung

(kostenlos in der EA-Tabelle enhalten)

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